| Gesundheit | |
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Darüber das Gesundheit mehr als die "Abwesenheit von Krankheit" ist, sind sich wohl die meisten Menschen einig. Das sie aber "der Zustand völligen geistigen, seelischen und körperlichen Wohlbefindens" sein soll, wie es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert, muss infrage gestellt werden. Ganz krank fühlt man sich schon, wenn man auch nur ansatzweise versucht, dieses hohe Ideal zu erreichen. Festzuhalten bleibt: der Zustand der Gesundheit ist durch und durch subjektiv. Auf der einen Seite des Extems stehen die ständig Kränkelnden, die "eingebildeten Kranken" (nach dem Theaterstück von Moliere, was belegt, dass Hypochondrie keineswegs eine moderne Zeiterscheinung ist), die von Vorsorge- zu Vorsorgeuntersuchung wandern und bei denen der Arzt nie auch nur die geringste Abweichung findet. Dahinter stehen seelische Defizite, Angst vor mangelnder Anerkennung und ein paar satte Komplexe. Also doch krank? Nach der WHO-Definition auf jeden Fall. Auf der anderen Seite der Skala befinden sich die ganz Starken: "Eigentlich bin ich kerngesund, ich hatte nur einen kleinen Herzinfarkt", ist eine typische Aussage der Robusten. Verdrängung liegt hier auch vor, aber da diese völlig unbewußt ist, können Menschen mit dieser Einstellung durchaus glücklich leben, bis sie eines Tages einfach tot umfallen. Siechtum und Krankheit sind jedenfalls nciht ihre Sache, geht es ihnen wirklich schelcht, versuchen sie so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen. In der Mitte der Extreme liegt das gesundheitsbewußte Verhalten: Gesundheits-Checks beim Arzt ohne Panik, Obst und Gemüse und jeden Tag ein bisschen Lachen und öfter mal Reisen machen, denn das soll ja äußerst gesund sein. | |
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